Hauptgrenze: 0,5‰ – der sogenannte "Grüne Promille"
Für die meisten erfahrenen Fahrer von Privatfahrzeugen in Österreich gilt im Jahr 2026 ein Blutalkohollimit von 0,5 Promille (was 0,25 mg/l in der Atemluft entspricht). Dies gilt für Personen, die ihren Führerschein länger als zwei Jahre besitzen und keine beruflichen Fahrzeuge führen.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die österreichische Polizei bereits bei einer Konzentration von 0,3‰ einen Fahrer als fahruntüchtig einstufen kann, wenn sein Fahrverhalten Bedenken aufwirft oder er in einen Unfall verwickelt war. In einem solchen Fall kann der Versicherer auch die Auszahlung der Entschädigung aus der Vollkaskoversicherung verweigern.
Strenge 0,1‰ Grenze für ausgewählte Gruppen
Im Jahr 2026 hält Österreich an einer nahezu Nulltoleranzpolitik für Hochrisikogruppen fest. Eine Grenze von 0,1 Promille (praktische Abstinenz) gilt für:
- Fahranfänger in der Probezeit: In den ersten 2 Jahren nach Erhalt der Fahrerlaubnis (unabhängig vom Alter).
- Berufskraftfahrer: Fahrer von Bussen, Lastkraftwagen, Taxis und Einsatzfahrzeugen.
- Fahrlehrer und Prüfer: Während der Ausübung beruflicher Pflichten.
Tabelle der Strafen und Bußgelder in Österreich – Jahr 2026
Die Folgen von Alkohol am Steuer in Österreich gehören zu den höchsten in Europa. Unten finden Sie den im Jahr 2026 geltenden Bußgeldkatalog:
| Alkoholkonzentration (‰) | Bußgeld (EUR) | Führerschein-Konsequenzen |
|---|---|---|
| 0,5‰ – 0,79‰ | 300 € – 3 700 € | Eintrag ins Register, möglicher Führerscheinentzug |
| 0,8‰ – 1,19‰ | 800 € – 3 700 € | Entzug für mind. 1 Monat + Schulung |
| 1,2‰ – 1,59‰ | 1 200 € – 4 400 € | Entzug für mind. 4 Monate + psychologische Untersuchung |
| Über 1,6‰ | 1 600 € – 5 900 € | Entzug für mind. 6 Monate + VPU-Untersuchungen |
Die Weigerung, sich im Jahr 2026 einem Alkoholtest zu unterziehen, führt zur Verhängung der höchstmöglichen Strafe (wie bei über 1,6‰).
Verfahren bei Verkehrskontrollen im Jahr 2026
Die österreichische Polizei (Bundespolizei) verwendet moderne, beweissichere Alkoholtester. Das Verfahren sieht wie folgt aus:
- Anhaltung: Kann stichprobenartig erfolgen, insbesondere in der Nähe von Skigebieten und während Festivals.
- Vortest: Schneller Atem-Screening-Test.
- Bluttest: Wird im Krankenhaus durchgeführt, wenn der Fahrer das Ergebnis des Alkoholtesters anzweifelt oder wenn es zu einem Unfall mit Opfern kam.
Denken Sie daran, dass die Polizei im Jahr 2026 das Recht hat, die Fahrzeugschlüssel vor Ort zu konfiszieren, um eine Weiterfahrt einer alkoholisierten Person zu verhindern.
FAQ – Häufig gestellte Fragen von Fahrern 2026
Darf man in Österreich Bier trinken und Auto fahren?
Technisch gesehen wird ein kleines Bier (0,33l) bei einem durchschnittlichen Mann in der Regel 0,5‰ nicht überschreiten, aber der Stoffwechsel ist eine individuelle Angelegenheit. Die sicherste Regel im Jahr 2026 bleibt "Wer trinkt – fährt nicht".
Wie bezahle ich ein Bußgeld aus Österreich, das per Post erhalten wurde?
Bußgelder von automatischen Systemen oder Kameras kommen per Einschreiben. Sie können per SEPA-Überweisung bezahlt werden. Das Ignorieren einer Strafe im Jahr 2026 führt zur Aufnahme in eine Schuldnerliste und zu Problemen bei der erneuten Einreise in den Schengen-Raum.
Brauche ich eine Vignette, wenn ich nur zu einem Restaurant fahre?
Wenn sich das Restaurant an einer Autobahn befindet, müssen Sie eine gültige Vignette besitzen. Im Jahr 2026 empfehlen wir die 1-Tages E-Vignette, die die günstigste Lösung für Kurztrips ist.
