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27.07.2026
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Was tun bei Sonnenstich? Symptome und Erste Hilfe

Was tun bei Sonnenstich? Symptome und Erste Hilfe

Urlaubsratgeber

Was tun bei einem Sonnenstich? Symptome, Erste Hilfe und Vorbeugung

Starke Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen, lange Autofahrten und eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr können zu einer gefährlichen Überhitzung führen. Erfahren Sie, wie Sie Warnzeichen erkennen, richtig Erste Hilfe leisten und wann unverzüglich der Notruf gewählt werden muss.

Aktualisiert: 27. Juli 2026 Lesezeit: ungefähr 14 Minuten Kategorie: Sicherheit im Sommerurlaub

Ein Sonnenstich entsteht nicht nur nach stundenlangem Sonnenbaden am Strand. Eine gefährliche Überhitzung kann auch beim Sightseeing, Wandern, Sport, bei der Arbeit im Freien, im Stau oder während einer Autofahrt ohne funktionierende Klimaanlage auftreten. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, chronisch Kranke und Reisende, die an das heiße Klima Südeuropas nicht gewöhnt sind.

Die wichtigste Regel

Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Wird eine Person verwirrt, reagiert sie nicht mehr richtig, bekommt sie Krampfanfälle, verliert sie das Bewusstsein oder weist sie eine extrem hohe Körpertemperatur auf, muss sofort der Notruf gewählt werden. In der Europäischen Union gilt die Nummer 112. Beginnen Sie bereits während der Wartezeit mit der Kühlung.

Was ist ein Sonnenstich und worin unterscheidet er sich von einem Hitzschlag?

Die Begriffe Sonnenstich und Hitzschlag werden im Alltag häufig gleichbedeutend verwendet, beschreiben jedoch nicht genau denselben Zustand. Ein Hitzschlag ist eine schwere hitzebedingte Erkrankung. Er entsteht, wenn der Körper seine Temperatur nicht mehr ausreichend regulieren kann und die körpereigenen Kühlmechanismen versagen.

Unter einem Sonnenstich versteht man in der Regel Beschwerden, die durch eine längere direkte Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken ausgelöst werden. Er kann beim Sonnenbaden, bei Stadtbesichtigungen, auf Wanderungen, beim Sport oder während längerer Aufenthalte im Freien entstehen.

Nicht jedes Unwohlsein bei Hitze ist bereits ein Hitzschlag. Häufig entwickelt sich zunächst eine Hitzeerschöpfung. Typische Beschwerden sind starkes Schwitzen, Durst, Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Muskelkrämpfe. Eine Hitzeerschöpfung ist ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Ohne Pause, Flüssigkeit und Kühlung kann sich der Zustand zu einem Hitzschlag verschlimmern.

ZustandTypische SymptomeEmpfohlenes Vorgehen
Leichte ÜberhitzungDurst, Müdigkeit, gerötete Haut, Unwohlsein und nachlassende Konzentration.Aktivität beenden, einen kühleren Ort aufsuchen, ausruhen und trinken.
HitzeerschöpfungStarkes Schwitzen, Schwäche, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe.Person kühlen, bei sicherem Schlucken Flüssigkeit geben und beobachten.
HitzschlagVerwirrtheit, auffälliges Verhalten, Krampfanfälle, sehr heiße Haut oder Bewusstlosigkeit.Sofort 112 wählen und unverzüglich mit der Kühlung beginnen.

Symptome eines Sonnenstichs: Auf welche Warnzeichen sollte man achten?

Die ersten Beschwerden können wie normale Urlaubsmüdigkeit, Flüssigkeitsmangel oder Erschöpfung nach einer langen Autofahrt wirken. Nach längerem Aufenthalt in großer Hitze oder in direkter Sonne sollten solche Symptome jedoch nicht ignoriert werden. Der Zustand kann sich langsam, aber auch sehr plötzlich verschlechtern.

Frühe Anzeichen von Überhitzung und Hitzeerschöpfung

  • starker Durst und trockener Mund,
  • ungewöhnliche Müdigkeit oder zunehmende Schwäche,
  • Kopfschmerzen und Schwindel,
  • Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Erbrechen,
  • starkes Schwitzen und feuchte Haut,
  • beschleunigter Puls oder schnellere Atmung,
  • schmerzhafte Muskelkrämpfe, insbesondere in Beinen und Bauch,
  • blasse Haut, unsicherer Gang oder das Gefühl, ohnmächtig zu werden,
  • Reizbarkeit, Benommenheit oder Konzentrationsprobleme.

Ist die betroffene Person vollständig ansprechbar, kann sie sicher schlucken und liegen keine Anzeichen eines Hitzschlags vor, sollte sie an einen kühlen Ort gebracht werden. Beenden Sie jede körperliche Aktivität, lockern Sie enge Kleidung, kühlen Sie die Haut und bieten Sie kleine Mengen kühles Wasser oder eine Elektrolytlösung an.

Alarmzeichen, die auf einen Hitzschlag hindeuten

  • Verwirrtheit oder Schwierigkeiten, einfache Fragen zu beantworten,
  • ungewöhnliches, unlogisches, gereiztes oder aggressives Verhalten,
  • Koordinationsstörungen oder Probleme beim Gehen,
  • sehr hohe Körpertemperatur, häufig um 40 °C oder höher,
  • heiße und gerötete Haut, die trocken oder weiterhin verschwitzt sein kann,
  • sehr schneller Puls und beschleunigte Atmung,
  • starke oder pochende Kopfschmerzen,
  • Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit,
  • auffällige oder zunehmend gestörte Atmung.

Trockene Haut ist keine Voraussetzung für einen Hitzschlag

Häufig wird angenommen, dass eine Person mit Hitzschlag nicht mehr schwitzt. Das stimmt nicht immer. Insbesondere nach körperlicher Anstrengung kann die betroffene Person weiterhin stark schwitzen. Entscheidend sind vor allem neurologische Symptome wie Verwirrtheit, Koordinationsstörungen, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit.

Erste Hilfe bei Sonnenstich und Hitzschlag – Schritt für Schritt

Bei Verdacht auf einen Hitzschlag zählt jede Minute. Warten Sie nicht ab, ob sich der Zustand von selbst bessert. Rufen Sie den Rettungsdienst und beginnen Sie gleichzeitig mit der Kühlung. Eine länger anhaltende extreme Überhitzung erhöht das Risiko schwerer Organschäden.

  1. Sorgen Sie für Sicherheit.
    Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit, die Sicherheit der betroffenen Person und anderer Verkehrsteilnehmer. Liegt der Notfall an einer Straße, bringen Sie die Person nur dann aus dem Gefahrenbereich, wenn dies sicher möglich ist.
  2. Bringen Sie die Person an einen kühlen Ort.
    Geeignet sind klimatisierte Räume, schattige Plätze, Gebäude, überdachte Raststätten oder ein Fahrzeug mit funktionierender Klimaanlage. Jede körperliche Belastung muss sofort beendet werden.
  3. Prüfen Sie Bewusstsein und Atmung.
    Stellen Sie einfache Fragen, beispielsweise nach dem Namen, dem Aufenthaltsort oder dem Geschehen. Reagiert die Person nicht normal, prüfen Sie, ob sie normal atmet.
  4. Wählen Sie den Notruf.
    In der Europäischen Union wählen Sie 112. Teilen Sie mit, dass Sie einen Hitzschlag vermuten. Nennen Sie den genauen Standort, das ungefähre Alter, die Symptome sowie den Bewusstseins- und Atemzustand.
  5. Entfernen Sie überflüssige Kleidung.
    Öffnen oder entfernen Sie Jacken, Pullover, Mützen, enge Kragen und andere Kleidungsstücke, die Wärme speichern. Achten Sie dabei auf die Privatsphäre der betroffenen Person.
  6. Beginnen Sie mit der aktiven Kühlung.
    Befeuchten Sie die Haut mit kühlem Wasser, verwenden Sie feuchte Handtücher, fächeln Sie Luft zu oder richten Sie einen kühlen Luftstrom auf den Körper. Kühle Kompressen können an Hals, Achselhöhlen und Leisten aufgelegt werden.
  7. Lassen Sie die Person nicht allein.
    Kontrollieren Sie fortlaufend Atmung und Bewusstsein. Der Zustand kann sich innerhalb kurzer Zeit verschlechtern, selbst wenn die Person anfangs noch spricht.
  8. Informieren Sie die Rettungskräfte.
    Beschreiben Sie, wie lange die Hitzeeinwirkung bestand, ob körperliche Belastung vorlag, welche Erkrankungen und Medikamente bekannt sind und welche Erste-Hilfe- Maßnahmen bereits durchgeführt wurden.
112

Zögern Sie nicht, Hilfe zu rufen

Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, eine extrem hohe Körpertemperatur oder eine schnelle Verschlechterung erfordern sofortige medizinische Hilfe.

Wie sollte eine Person mit Hitzschlag gekühlt werden?

Die Kühlung sollte so früh wie möglich beginnen. Während einer Urlaubsreise stehen meist keine professionellen medizinischen Geräte zur Verfügung. Dennoch können einfache Maßnahmen die Körpertemperatur senken und einen weiteren Wärmestau verhindern.

Empfohlene Maßnahmen

Bringen Sie die Person in den Schatten oder in einen klimatisierten Raum, entfernen Sie überflüssige Kleidung, befeuchten Sie die Haut mit kühlem Wasser, verwenden Sie feuchte Tücher und kühlen Sie Hals, Achselhöhlen und Leisten.

Diese Maßnahmen sollten Sie vermeiden

Lassen Sie die Person nicht allein, zwingen Sie sie nicht zum Gehen und verzögern Sie den Notruf nicht. Reiben Sie die Haut nicht mit Alkohol oder anderen reizenden Substanzen ein.

Wenn ein Thermometer vorhanden ist, kann die Körpertemperatur kontrolliert werden. Die Suche nach einem Thermometer darf den Notruf und die Kühlung jedoch nicht verzögern. Hitzeeinwirkung in Verbindung mit Bewusstseinsveränderungen reicht aus, um von einem medizinischen Notfall auszugehen.

Beginnt die betroffene Person stark zu zittern, sollte eine zu aggressive Kühlung reduziert werden. Befolgen Sie die Anweisungen der Leitstelle. Die Anweisungen des medizinischen Fachpersonals haben Vorrang vor allgemeinen Online-Ratschlägen.

Darf eine Person mit Sonnenstich Wasser trinken?

Flüssigkeit darf nur angeboten werden, wenn die Person vollständig bei Bewusstsein ist, normal reagiert, sicher schlucken kann und nicht erbricht. Geben Sie kleine Mengen kühles, aber nicht zwingend eiskaltes Wasser. Bei Hitzeerschöpfung kann eine Elektrolytlösung sinnvoll sein.

Wann darf nichts zu trinken gegeben werden?

Geben Sie einer bewusstlosen, verwirrten, extrem schläfrigen, krampfenden oder erbrechenden Person weder Wasser noch Nahrung oder Medikamente. Auch bei Schluckbeschwerden darf nichts oral verabreicht werden. Es besteht Erstickungs- und Aspirationsgefahr.

Alkohol und stark koffeinhaltige Energydrinks sind ungeeignet. Sie ersetzen keine sichere Flüssigkeitszufuhr. Wasser oder eine korrekt zubereitete Elektrolytlösung sind für eine vollständig ansprechbare Person die bessere Wahl.

Was tun, wenn die betroffene Person bewusstlos wird?

Bewusstlosigkeit ist ein medizinischer Notfall. Wählen Sie unverzüglich 112, schalten Sie das Telefon auf Lautsprecher und befolgen Sie die Anweisungen der Leitstelle.

Bewusstlos, aber normale Atmung

Reagiert die Person nicht, atmet aber normal, halten Sie die Atemwege frei und bringen Sie sie, sofern keine Verletzung dagegen spricht, in die stabile Seitenlage. Kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung. Die Kühlung kann fortgesetzt werden, ohne Gesicht, Brustkorb und Atemwege zu blockieren.

Bewusstlos und keine normale Atmung

Atmet die Person nicht normal, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle. Ist ein automatisierter externer Defibrillator verfügbar, sollte eine zweite Person das Gerät holen und einschalten.

Vereinzeltes Schnappen ist keine normale Atmung

Seltene, unregelmäßige oder laute Atemzüge können ein Zeichen für einen Kreislaufstillstand sein. Im Zweifel handeln Sie nach den Anweisungen der Leitstelle.

Was sollte man bei Verdacht auf einen Sonnenstich nicht tun?

Auch gut gemeinte Maßnahmen können eine wirksame Hilfe verzögern. Häufig entstehen Fehler, weil ein Hitzschlag wie gewöhnliche Müdigkeit, Flüssigkeitsmangel oder infektiöses Fieber behandelt wird.

  • Warten Sie bei schweren Symptomen nicht auf eine spontane Besserung.
  • Zwingen Sie die Person nicht, zum Hotel oder Auto zu laufen.
  • Lassen Sie sie nicht allein in einem abgestellten Fahrzeug.
  • Geben Sie Bewusstlosen oder Verwirrten keine Flüssigkeit.
  • Geben Sie keinen Alkohol und keine stark koffeinhaltigen Energydrinks.
  • Decken Sie eine überhitzte Person nicht mit einer dicken Decke zu.
  • Reiben Sie die Haut nicht mit Alkohol oder reizenden Mitteln ein.
  • Verlassen Sie sich nicht auf fiebersenkende Medikamente.
  • Verzögern Sie den Notruf nicht, weil kein Thermometer vorhanden ist.

Sonnenstich bei Kindern – warum ist er besonders gefährlich?

Kinder überhitzen schneller als Erwachsene und können ihre Beschwerden nicht immer verständlich beschreiben. Ein kleines Kind kann plötzlich ungewöhnlich gereizt, weinerlich, schläfrig oder teilnahmslos werden. Manche Kinder wirken dagegen übermäßig aufgedreht oder verhalten sich deutlich anders als sonst.

Eltern und Betreuungspersonen sollten auf die Hauttemperatur, Trinkmenge, Urinausscheidung, Reaktionsfähigkeit, Koordination und das allgemeine Verhalten achten. Trinkverweigerung, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Probleme beim Aufwecken sind ernst zu nehmen.

Ein Kind darf niemals in einem abgestellten Fahrzeug zurückgelassen werden. Die Temperatur im Innenraum kann innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen, selbst wenn die Außentemperatur nicht extrem erscheint. Ein geöffnetes Fenster bietet keinen ausreichenden Schutz.

Rufen Sie sofort 112, wenn ein Kind verwirrt wird, schwer weckbar ist, Krämpfe bekommt, bewusstlos wird, Atemprobleme entwickelt oder sich sein Zustand rasch verschlechtert.

Hitzschlag bei Senioren und chronisch kranken Reisenden

Ältere Menschen verspüren häufig weniger Durst, sind weniger mobil oder nehmen Medikamente ein, die den Flüssigkeitshaushalt, Blutdruck, das Schwitzen oder die Temperaturregulation beeinflussen. Eine hitzebedingte Erkrankung kann sich deshalb entwickeln, ohne dass die Person starken Durst meldet.

Plötzliche Schwäche, ein Sturz, Verwirrtheit, ungewöhnliche Schläfrigkeit, Verständigungsprobleme oder Schwierigkeiten bei einfachen Tätigkeiten können erste Warnzeichen sein. Solche Veränderungen sollten nicht automatisch dem Alter oder der Reisemüdigkeit zugeschrieben werden.

Menschen mit Herz-, Nieren-, neurologischen oder Stoffwechselerkrankungen sollten eine Reise bei großer Hitze mit einem Arzt besprechen. Medikamente dürfen nicht eigenmächtig abgesetzt oder anders dosiert werden.

Autofahren bei Hitze – wie lässt sich das Risiko reduzieren?

Eine lange Autofahrt während einer Hitzewelle belastet Fahrer und Mitreisende. Hohe Temperaturen können Müdigkeit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Konzentrationsverlust und eine langsamere Reaktion verursachen. Das Risiko steigt in Staus, an Grenzübergängen und auf unbeschatteten Autobahnparkplätzen.

Prüfen Sie vor der Abfahrt Klimaanlage, Kühlmittel, Batterie und Reifen. Planen Sie regelmäßige Pausen und nehmen Sie mehr Wasser mit, als voraussichtlich benötigt wird. Auch die Straßenformalitäten sollten vor Reisebeginn geregelt werden. Elektronische Vignetten für europäische Routen können über Winiety24.eu geprüft und bestellt werden.

Regeln für eine sichere Autofahrt bei Hitze

  • Nehmen Sie ausreichend Wasser für alle Reisenden und für mögliche Verzögerungen mit.
  • Planen Sie ungefähr alle zwei Stunden oder bei Bedarf häufiger eine Pause.
  • Fahren Sie bei Schwindel, Übelkeit oder starker Müdigkeit nicht weiter.
  • Richten Sie sehr kalte Luft nicht dauerhaft direkt ins Gesicht.
  • Prüfen Sie die Temperatur von Kindersitzen und Metallteilen der Sicherheitsgurte.
  • Lassen Sie Kinder, Senioren und Tiere niemals im abgestellten Fahrzeug.
  • Wählen Sie möglichst schattige oder überdachte Parkplätze.
  • Lagern Sie Medikamente nach den Temperaturangaben des Herstellers.
  • Verlassen Sie sich nicht darauf, an jeder Raststätte Wasser kaufen zu können.

Planen Sie Ihre Route vor der Abfahrt

Prüfen Sie Wetter, Strecke, Mautgebühren, Tankmöglichkeiten, Versicherung und alternative Routen. Der Ratgeber Vignetten in Europa 2026 – vollständiger Leitfaden für Urlaubsrouten erklärt, in welchen Ländern eine Vignette benötigt wird und wo zusätzliche Streckenmauten gelten.

Wie lässt sich einem Sonnenstich im Urlaub vorbeugen?

Der wirksamste Schutz besteht darin, extreme Hitze zu meiden, regelmäßig zu trinken und anstrengende Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten zu verlegen. Warten Sie nicht, bis starker Durst auftritt. Der Flüssigkeitsbedarf hängt von Wetter, Aktivität, Alter, Gesundheitszustand und Medikamenteneinnahme ab.

Meiden Sie die heißesten Stunden

Sonneneinstrahlung und Temperatur sind meist um die Mittagszeit und am frühen Nachmittag am höchsten. Besichtigungen, Wanderungen und Sport sollten möglichst am Morgen oder am späten Nachmittag stattfinden.

Tragen Sie geeignete Kleidung

Leichte, lockere und atmungsaktive Kleidung erleichtert die Wärmeabgabe. Eine Kopfbedeckung sollte Kopf, Gesicht und möglichst auch den Nacken schützen. Verwenden Sie Sonnenschutzmittel entsprechend den Herstellerangaben.

Trinken Sie regelmäßig

Wasser sollte über den gesamten Tag verteilt getrunken werden. Der Flüssigkeitsbedarf steigt bei körperlicher Anstrengung, starkem Schwitzen, trockener Luft und hohen Temperaturen. Personen mit medizinisch begrenzter Trinkmenge müssen den ärztlichen Empfehlungen folgen.

Gewöhnen Sie den Körper schrittweise an die Hitze

Beginnen Sie den Urlaub in einem deutlich wärmeren Land nicht mit einem ganzen Tag Sonnenbaden oder intensiver körperlicher Belastung. Der Körper benötigt Zeit zur Akklimatisierung.

Beobachten Sie Ihre Mitreisenden

Achten Sie besonders auf Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Zunehmende Müdigkeit, ungewöhnliche Ruhe, Reizbarkeit, unsicheres Gehen oder Trinkverweigerung können frühe Warnzeichen sein.

Was gehört in die Reiseapotheke für den Sommer?

Eine Reiseapotheke ersetzt keine medizinische Versorgung, kann aber bei Überhitzung, kleinen Verletzungen und typischen Reiseproblemen helfen. Prüfen Sie vor der Abfahrt Haltbarkeit und Lagerbedingungen.

  • ausreichend Trinkwasser,
  • Elektrolytlösungen oder Pulver zur oralen Rehydrierung,
  • digitales Thermometer,
  • Handtuch oder Tuch zum Befeuchten,
  • Kühlkompressen gemäß Herstellerangaben,
  • Verbandmaterial und Einweghandschuhe,
  • Sonnenschutzmittel,
  • Kopfbedeckungen und leichte Ersatzkleidung,
  • Liste mit Erkrankungen, Allergien und Medikamenten,
  • Versicherungs-, Assistance- und Notfallkontaktdaten.

Speichern Sie vor einer Auslandsreise Versicherungsnummer und Assistance-Daten im Telefon und halten Sie eine Offline-Kopie bereit. Für zusätzliche Unterstützung bei einer Panne oder einem Unfall können Sie den Reiseassistenten 24/7 nutzen. Der Dienst unterstützt unter anderem bei der Koordination von Abschleppdienst, Werkstatt, Unterkunft und Weiterreise.

Wann ist dringend medizinische Hilfe erforderlich?

Jeder Verdacht auf einen Hitzschlag erfordert dringende medizinische Hilfe. Eine ärztliche Beurteilung ist auch notwendig, wenn Beschwerden einer Hitzeerschöpfung trotz Ruhe, Kühlung und Flüssigkeitszufuhr nicht verschwinden oder schnell zurückkehren.

  • Die Person wird verwirrt oder verhält sich ungewöhnlich.
  • Sie wird ohnmächtig, bekommt Krampfanfälle oder reagiert nicht mehr.
  • Sie kann nicht trinken, erbricht oder hat Schluckbeschwerden.
  • Der Zustand verschlechtert sich trotz Aufenthalt an einem kühlen Ort.
  • Betroffen sind ein Säugling, ein kleines Kind oder eine ältere Person.
  • Die Person leidet an einer schweren chronischen Erkrankung.
  • Es treten Atemnot, Brustschmerzen oder Herzrhythmusstörungen auf.
  • Die Person ist gestürzt oder hat sich am Kopf verletzt.
  • Die Ursache der Beschwerden ist unklar.

Ein Hitzschlag kann anderen Notfällen ähneln, darunter Schlaganfall, Vergiftung, Unter- oder Überzuckerung, Infektion oder Herzprobleme. Bei Bewusstseinsstörungen sollte nicht versucht werden, die Ursache selbst zu diagnostizieren.

Was tun, wenn ein Sonnenstich im Ausland auftritt?

Die Notrufnummer 112 kann in der gesamten Europäischen Union genutzt werden. Beschreiben Sie den Standort möglichst genau. Hilfreich sind Hotelname, Straßennummer, Fahrtrichtung, Autobahnausfahrt, nahe gelegene Gebäude oder GPS-Koordinaten.

Speichern Sie vor der Reise wichtige medizinische Informationen im Telefon: Allergien, chronische Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente und eine Notfallkontaktperson. Versicherungsunterlagen sollten auch offline verfügbar sein.

Reisende auf dem Weg an die Adria finden praktische Informationen im Ratgeber Route nach Kroatien mit dem Auto 2026 . Der Artikel erklärt Transitstrecken, Vignetten, kroatische Autobahngebühren und wichtige Vorbereitungen für die Fahrt.

Für eine Reise nach Italien empfiehlt sich der Ratgeber Route nach Italien mit dem Auto 2026 . Dort finden Sie Informationen zu österreichischen Vignetten, Alpenstrecken, Tunneln und italienischen Autobahngebühren.

Beispiel: Ein Reisender fühlt sich während einer Pause plötzlich unwohl

Eine Familie kehrt aus dem Sommerurlaub zurück. Während einer Pause klagt ein Mitreisender über starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwäche. Wenige Minuten später kann er einfache Fragen nur schwer beantworten und steht unsicher auf den Beinen. Dieser Zustand darf nicht als gewöhnliche Müdigkeit abgetan werden.

Bringen Sie die Person in den Schatten oder in einen klimatisierten Bereich, helfen Sie ihr beim Hinsetzen oder Hinlegen, prüfen Sie Bewusstsein und Atmung, rufen Sie 112 und beginnen Sie mit der Kühlung.

Wird die Person bewusstlos, atmet aber normal, sichern Sie die Atemwege und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle. Setzt die normale Atmung aus, beginnen Sie mit der Wiederbelebung. Setzen Sie die Reise nicht in der Hoffnung fort, dass sich der Zustand unterwegs bessert.

Hitzeschutz und Planung einer europäischen Autoreise

Hitzebedingte Notfälle lassen sich leichter vermeiden, wenn die Reise sorgfältig geplant wird. Berücksichtigen Sie Pausen, Tankstellen, Wasservorräte, schattige Parkplätze, Übernachtungen und alternative Routen bei Staus.

Auch Mautgebühren sollten vor der Abfahrt geregelt werden. Die Suche nach einer Verkaufsstelle an einer überfüllten Raststätte kann bei großer Hitze unnötige Wartezeit verursachen. Über die deutsche Version von Winiety24.eu können Sie die erforderlichen Vignetten für Österreich, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn und weitere Länder prüfen.

Zusammenfassung: die wichtigsten Erste-Hilfe-Regeln

Sonnenstich und Hitzschlag können sich schnell entwickeln und schwere Folgen haben. Besonders wichtig ist das frühzeitige Erkennen von Verwirrtheit, Koordinationsstörungen und ungewöhnlichem Verhalten. Bringen Sie die Person an einen kühlen Ort, rufen Sie Hilfe und beginnen Sie unverzüglich mit der Kühlung.

  • Verwirrtheit bei Hitze ist ein ernstes Alarmzeichen.
  • Wählen Sie bei Verdacht auf Hitzschlag sofort 112.
  • Beginnen Sie vor dem Eintreffen der Rettungskräfte mit der Kühlung.
  • Geben Sie einer verwirrten oder bewusstlosen Person nichts zu trinken.
  • Kontrollieren Sie die Atmung und lassen Sie die Person nicht allein.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Leitstelle.
  • Trinken Sie regelmäßig und vermeiden Sie körperliche Belastung in größter Hitze.
  • Lassen Sie Kinder, Senioren und Tiere niemals im abgestellten Auto.

Häufig gestellte Fragen zum Sonnenstich

Kann ein Sonnenstich auch im Schatten auftreten?

Ein klassischer Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Ein Hitzschlag kann jedoch auch im Schatten, in schlecht belüfteten Räumen, in einem abgestellten Fahrzeug oder bei intensiver körperlicher Belastung auftreten.

Wie schnell können die Symptome auftreten?

Das hängt von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, körperlicher Belastung, Flüssigkeitszufuhr, Alter, Gesundheitszustand und Dauer der Hitzeeinwirkung ab. Beschwerden können sich langsam oder sehr plötzlich entwickeln.

Hört eine Person mit Hitzschlag immer auf zu schwitzen?

Nein. Besonders bei einem durch Sport oder körperliche Arbeit ausgelösten Hitzschlag kann die Person weiterhin stark schwitzen. Feuchte Haut schließt einen Hitzschlag nicht aus.

Darf man Paracetamol oder Ibuprofen geben?

Ein Hitzschlag ist kein normales Infektionsfieber. Fiebersenkende Medikamente beheben die gefährliche Überhitzung nicht und ersetzen weder Kühlung noch medizinische Hilfe.

Darf die Reise nach einer Besserung fortgesetzt werden?

Bei leichter Überhitzung sind Ruhe und Beobachtung notwendig. Gab es Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle oder andere Anzeichen eines Hitzschlags, muss die Person medizinisch beurteilt werden.

Welche Notrufnummer gilt in Europa?

Die Nummer 112 ist in der gesamten Europäischen Union erreichbar. Nennen Sie den genauen Standort, die Zahl der Betroffenen, die Symptome und ob die Person bei Bewusstsein ist und normal atmet.

Lesen Sie diese Ratgeber vor Ihrer Sommerreise

Medizinische Informationsquellen

  • Weltgesundheitsorganisation – Gesundheitsschutz bei großer Hitze.
  • NHS – Informationen zu Hitzeerschöpfung und Hitzschlag.
  • Centers for Disease Control and Prevention – hitzebedingte Erkrankungen.
  • Europäische Union – Informationen zur europäischen Notrufnummer 112.
Wichtig: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Untersuchung, Diagnose oder ärztliche Beratung. Rufen Sie bei einem lebensbedrohlichen Notfall sofort 112 oder die örtliche Notrufnummer an. Befolgen Sie die Anweisungen der Leitstelle.

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